Katholische Kirche gründet Fonds für unbürokratische Soforthilfen

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Rufen zu Spenden für Dortmunder Kinder in Not auf (v.l.): Alwin Buddenkotte, Sprecher der Katholischen sozialen Dienste, Klaus Fisching, Sprecher der Laien im Katholischen Stadtgremium, Kerstin Vogler, Sozial- und Schuldnerberatung SKM Dortmund e.V., Meinolf Kopshoff, Katholische Stadtkirche und Propst Andreas Coersmeier.
pdp

Dortmund, 19. Mai 2008. Die Katholische Stadtkirche und die Katholischen sozialen Dienste (KSD) haben in einer gemeinsamen Initiative den Spendenfonds „Dortmunder Kinder in Not“ gegründet. Damit soll unbürokratisch Kindern geholfen werden können, denen es am Nötigsten mangelt.

„Die Kinderarmut nimmt sichtbar zu. Immer häufiger erfahren wir von Kindern, die bereits hungrig in die Tageseinrichtungen oder Schulen kommen, die nicht witterungsgerecht gekleidet sind oder deren Gesundheitsfürsorge unzureichend ist“, berichtet Dipl. Pädagogin Kerstin Vogler vom Katholischen Verein für soziale Dienste (SKM) Dortmund e.V. Sie ist als Sozial- und Schuldnerberaterin für den SKM in mehreren Kindertageseinrichtungen vor Ort und erfährt so, woran es unmittelbar fehlt. Dabei kann es sich beispielsweise um ein Frühstück oder auch in paar Gummistiefel in der passenden Größe handeln.

Die gewachsene Kinderarmut, die viele Kinderbetreuungseinrichtungen seit Jahren erleben, belegen inzwischen auch mehrere Armutsberichte. „Darüber wollen wir nicht nur diskutieren, sondern aktiv etwas unternehmen“, erklärt Stadtdechant Propst Andreas Coersmeier.
„Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, Spendengelder zu sammeln um damit schnelle und unbürokratische Hilfen für Kinder zu finanzieren, denen es offensichtlich an einer Grundversorgung mangelt“, ergänzt Klaus Fisching, Sprecher der katholischen Laien in Dortmund.
„Damit die Unterstützung auch da ankommt, wo sie gebraucht wird, können in der Startphase Familienzentren Förderanträge stellen, die mit der Sozial- und Schuldnerberatung des SKM Dortmund e.V. zusammenarbeiten, erläutert Meinolf Kopshoff, Geschäftsführer des Katholischen Stadtbüros. Je nach Resonanz sollen dann später auch andere Kinderbetreuungseinrichtungen Förderanträge stellen können. Die Hilfe sei aber keineswegs auf katholische Einrichtungen begrenzt, betont Meinolf Kopshoff. Geholfen werden solle vielmehr dort, wo die Notlage besonders groß ist.
Das Prinzip der Initiative dabei lautet: „100 Prozent Spende = 100 Prozent Hilfe für Dortmunder Kinder in Not“. „Uns ist wichtig, dass die Spenderinnen und Spender wissen, dass das Geld nur für die betroffenen Kinder ausgegeben wird. Daher werden wir regelmäßig über die Aktionen und Hilfen des Spendenfonds berichten”, führt Alwin Buddenkotte, Sprecher der Katholischen sozialen Dienste (KSD) aus.

Wer sich an der Initiative beteiligen möchte, kann seine Spende auf folgendes Konto überweisen:

Sonderkonto SKM Dortmund e.V.
Bank für Kirche und Caritas
Stichwort „Dortmunder Kinder in Not“
Konto-Nr: 10 440 810 BLZ: 472 603 07

Auf Wunsch kann eine Spendenquittung erstellt werden.

Informationen zum Projekt,
Alwin Buddenkotte: Telefon: 0231/ 1848-117

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